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10 Kriterien an denen Sie gutes Webdesign erkennen

Wie beurteilt man gutes Webdesign? An welchen Kriterien erkennt man ob eine Seite dem Qualitätsstandard entspricht? Welche Seite ist ihr Geld wert und was darf sie kosten?

Zunächst sei gesagt dass Webdesign ein weiter Begriff ist. Man versteht darunter nicht nur die visuelle Gestaltung, sondern auch die technische Umsetzung und die Organisation bzw. die Benutzerführung durch den Inhalt. Eine Webseite muss weit mehr können als nur hübsch auszusehen. Im groben kann man Webdesign deshalb aus zwei Perspektiven betrachten:

1) Wie wird die Seite gefunden, also wie sieht die Seite für Suchmaschinen aus bzw. wie mache ich extern auf mich aufmerksam?

2) Sind die Besucher erst einmal auf meiner Seite, finden sie was sie gesucht haben und ist es ansprechend verpackt?

Wie aber prüfen Sie ohne genaue fachliche Kenntnisse ob eine Seite nun qualitativen Kriterien genüge leistet? Auf was sollte man achten wenn man ein Angebot bekommt damit man am Ende nicht drauf zahlt und es bei jeder Kleinigkeit "extra" kostet?

Nachfolgend haben wir Ihnen deshalb einige Regeln aufgeführt anhand derer Sie mit einfachen Mitteln die Qualität des Dienstleisters Ihrer Wahl bzw. deren Angebote überprüfen können. Fragen Sie ob diese Punkte erfüllt bzw. im Angebot enthalten sind oder im Anschluss an die Fertigstellung extra kosten.

  1. Valider Quellcode

    Dies bedeutet dass der Quellcode Ihrer Seite nach den gültigen Webstandards programmiert wurde. Dies garantiert dass die Seite korrekt angezeigt und von allen Ausgabegeräten interpretiert werden kann. Die Überprüfung jeder Seite kann ganz einfach beim W3C (WordWideWeb-Consortium) unter folgender Adresse durchgeführt werden: http://validator.w3.org/
  2. Suchmaschinenfreundliche Programmierung

    Suchmaschinen betrachten nur den Text Ihrer Seite. Die Klassifizierung für das Ranking ist ein komplizierter Prozess auf den wir an dieser Stelle nicht tiefer eingehen wollen, dies ist ein anderes Kapitel. Letztendlich entscheidet der Inhalt. Es gibt aber ein paar Merkmale anhand derer Ihre Seite besser oder schlechter für den Betrachter in den Suchergebnissen "sichtbar" wird. Dies sind Title-Tag (<title>), Meta-Description (<meta name="description">), Seitentitel und die URL. Diese sollten unbedingt vorhanden und mit Sinnvollen Text gefüllt sein. Titel-Tag, Description und die URL werden in den Suchergebnissen angezeigt. Der Seitentitel sollte in <h1> oder <h2> ausgezeichnet sein.
  3. Barrierearme Programmierung

    Unter barrierearm versteht man im Wesentlichen die Erreichbarkeit Ihrer Seite für jeden Besucher. Dies wird häufig außer Acht gelassen, aber abgesehen von blinden Menschen die mit sog. Screen-Readern auf Ihre Seite zugreifen, gibt es eine ganz erhebliche Zahl von Menschen mit einer Vielzahl von Sehschwächen. Die Größe der Schrift spielt hierbei eine wesentlich kleinere Rolle als man dabei zunächst annehmen mag da moderne Browser inzwischen über hervorragende Vergrößerungsfunktionen verfügen. Variabel einstellbare Schriftgrößen werden zwar empfohlen, sind jedoch auf Grund der modernen Browser nicht mehr unbedingt notwendig.
    Rot-Grün-Schwächen und Farbenblindheit sind hier ein wesentlich größeres Problem. Achten Sie deshalb darauf, dass die Kontraste in der Seite groß genug sind, dann kann sie auch jeder sehen. Bilder und Flashfilme sind schön, können aber von Blinden und Suchmaschinen nicht gelesen werden. Setzen Sie diese also nur als Gestaltungselement ein, bzw. achten Sie darauf dass sie mit Alternativtexten (alt-Attribut) versehen werden. Bei Flash-Filmen gibt es inzwischen die Möglichkeit sie Suchmaschinenfreundlich zu programmieren, dies zu erklären führt an dieser Stelle aber zu weit. Suchmaschinen funktionieren wie Screen-Reader - sie sind schließlich auch blind - denken Sie daran.

    Prüfen Sie Ihre Seite auf Barrierfreiheit: http://www.barrierecheck.net/
  4. Webdesign / Screendesign

    Letztendlich ist das Aussehen Ihrer Webseite eine Frage des Geschmacks. Sie sollte natürlich den Gesamtauftritt Ihres Unternehmens widerspiegeln, je nach Geldbeutel ist hier vom Standard-Templates mit eingebautem Logo bis hin zu individuell gestalteten Seiten für jeden etwas dabei. Denken Sie daran dass günstige Webseiten oftmals ein Fass ohne Boden werden können. Deshalb sollten sie trotz niedrigen Preises wenigstens die hier aufgeführten Kriterien erfüllen. Sonst - Finger weg!
  5. Content-Management-Funktionen

    Immer wieder erleben wir mit Erstaunen dass einfach Funktionen wie z.B. Drucken oder Suchen als "Extra" angeboten werden. Lassen Sie sich nicht täuschen, solche Funktionen sind heute als Standard in jedem halbwegs vernünftigen Content-Management-System enthalten und müssen keineswegs "extra" programmiert werden. Auch Dinge wie ein Kontaktformular gehören durchaus zu einer kompletten Standard-Seite.
  6. Trennung von Layout, Inhalt und Design

    Bei guter Programmierung werden Layout, Inhalt und Design separat programmiert. Konzeptionell geplant vereinfacht dies Änderungen und Erweiterungen an Ihrer Seite erheblich und spart im Anschluss Kosten bei der Erweiterung der Seite. Denken Sie daran, das Internet ist ein Kommunikationsmedium, keine Datenmüllhalde. Nutzen Sie es also auch zur Kommunikation, wer schweigt wird nicht gehört.
  7. Frames, Frames, Frames

    Man könnte sagen, die Spatzen pfeifen es bereits von den Dächern, doch es gibt sie immer noch. Die Unverbesserlichen, die es nicht verstanden haben, verstehen wollen oder es vielleicht einfach nicht besser können. Frames sind schlecht, sie sind überflüssig, sie machen Probleme. Kurz erklärt wird bei einer Frame-Seite das Fenster in verschieden Bereiche eingeteilt in denen dann z.B. die Navigation, der Kopf und der Inhalt einzeln angezeigt werden. Ein erheblicher Nachteil dabei ist, dass jeder Bereich als eigenständige Seite hinterlegt wird. Diese werden von Suchmaschinen ebenfalls als eigenständige Seiten wahrgenommen. Ihre Seiten werden zwar gefunden, dann aber ohne Navigation und Kopf aufgerufen. Die Besucher sind irritiert und springen ab oder sind zumindest genervt. Denken Sie daran - es ist Ihr erster Eindruck. Es gibt zwar wiederum Mittel und Weg dies zu verhindern, wir können allerdings nur davon abraten. Webdesigner die heute noch Frames einsetzen gehören zum alten Eisen, seinen Sie sich sicher - es gibt keinen technisch vernünftigen Grund mehr diese antiquierte Technik einzusetzen.

    Lesen Sie was Google zum Thema Frames sagt:
    http://www.google.com/support/webmasters/frames
  8. Doppelter Inhalt

    Nun werden Sie behaupten dass Sie keinen doppelten Inhalt publizieren! Doch was genau wird denn als doppelter Inhalt angesehen? Wir sprechen hier nicht davon dass Sie dreimal den gleichen Text auf verschiedenen Seiten verwenden, Sie haben hoffentlich bereits in der Schule gelernt wie langweilig Wiederholungen sind.
    Es geht vielmehr darum, dass von Unternehmen häufig mehrere Domains (z.B. ihrefirma.de und ihrefirma.com) reserviert werden, die dann die gleiche Webseite anzeigen. Sie mögen nun sagen, "das sind doch alles meine Domains", aber woher sollen die Suchmaschinen das wissen? Das gleiche gilt übrigens auch für sog. Frame-Weiterleitungen und für die doppelte Publizierung Ihrer Seite unter http://www.ihrefirma.de sowie http://ihrefirma.de. Achten Sie darauf dass dies richtig eingestellt ist.
  9. Sprechende oder beschreibende URL's

    Das ist schnell erklärt. Das Gegenteil einer beschreibenden URL ist eine kryptische, verschlüsselte URL. Die kann z.B. so aussehen: http://www.ihrefirma.de/index.html?id=217. Dies ruft aus dem Content-Managent-System z.B. die Seite 217 auf die Informationen über Ihre Produkte enthält. Die Information id=217 ist jedoch sowohl für den Benutzer als auch für die Suchmaschinen vollkommen nutzlos. Eine sprechende oder beschreibende URL dagen sieht so aus: http://www.ihrefirma.de/produkte/index.html oder im Idealfall sogar so: http://www.ihrefirma.de/produkte/. Wenn Ihr Dienstleister behauptet dass würde nur mit Zusatzaufwand gehen, wechseln Sie schnell den Dienstleister.
  10. Qualität kostet Geld muss aber nicht teuer sein

    Nun, als letztes sei gesagt dass es nun einmal Zeit kostet auf all diese Dinge und noch vieles mehr Rücksicht zu nehmen wenn jemand eine Webseite für Sie produziert. Es geht um Ihren Außenauftritt, Ihren ersten Eindruck bei Neukunden aber auch bei Ihren Bestandskunden. Ihre Webseite ist ein Einblick in Ihre Firma. Sie sollte ordentlich, gut programmiert, aufgeräumt und für jedermann erreichbar sein, dann ist sie Ihr Geld auch wert.

Wir hoffen dass Ihnen diese kleine Sammlung an Informationen dabei hilft die Qualität von Webdesign ein wenig besser zu verstehen und sowohl Angebote als auch die bereits erhaltene Leistung besser beurteilen zu können. Feedback, Anregungen oder Ergänzungen zum Thema stehen wir stets offen gegenüber.

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